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Adventsgedanken

Gedanken zum 3. Advent, 13. Dezember 2020

Liebe Mitglieder, ein kleines Zwischen-Fazit. Zum dritten Mal erhalten Sie heute unsere Adventsgedanken. Wir bekommen vielfältige Bestätigungen, das freut uns. Besonders die Nikolaus-Aktion zeigt, die Menschen stehen bei uns im Mittelpunkt.
Auch unsere Homepage wird sehr gut besucht.
Freuen Sie sich weiter über nette Geschichten. Bis zur nächsten Woche.
 

Der Nikolaus überraschte unsere Vereinskinder – Die vereinbarten Termine mit unserem Weihnachtsmann für das Lichterfest am Weihnachtsbaum vor dem Etzhorner Krug und beim Weihnachtssingen auf dem Hilbershof mussten wir leider ersatzlos absagen. Der Weihnachtsmann hatte jedoch einen guten Ratschlag. Er meinte, dass wir doch seinen Kollegen den Nikolaus bitten könnten, unseren jüngeren namentlich angemeldeten Vereinskindern am Nikolaustag (6. Dezember) eine kleine süße Überraschung vor die Haustür zu legen. Gesagt – getan. Mit der Unterstützung von Engeln haben wir am frühen Sonntagmorgen die kleinen Überraschungen verteilt (ein besonderer Dank gilt unserem Ober-Engel Heike Dexter, die alles perfekt geplant und vorbereitet hat).
 

Ein Beitrag unserer Pastorin Ines Heinke

Liebe Leserinnen und Leser, die Tage werden noch immer dunkler. Oft brennt in meinem Zimmer den ganzen Tag das Licht, weil es gar nicht richtig hell werden will. In dieser Jahreszeit, in der wir uns befinden, hat Licht für uns eine besondere Bedeutung. Wir nehmen wahr, wie wichtig es ist und wie sehr unsere Stimmungen auch von dem Licht beeinflusst werden. Darum zünden wir Kerzen an, um es uns gemütlich zu machen. Wir schmücken unsere Häuser und Gärten mit beleuchteten Sternen und Lichterketten. Beim Propheten Jesaja heißt es:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht,
und über denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell.“
Diese Worte hat Jesaja natürlich an seine Zeitgenossen gerichtet, und trotzdem fühle ich mich auch angesprochen. Gerade in dieser Zeit, in der unsere Welt von einem unsichtbaren Virus lahmgelegt und so verändert wurde. Diese Veränderungen bedrücken mich, und ich sorge mich um die Zukunft unserer Kinder. Was wird werden? Kennen Sie das Gefühl, wenn Finsternis und Dunkelheit sich in Ihrem Leben ausbreiten? Biographisch könnten sicherlich jetzt einige von Ihnen diese Zeiten benennen. Zeiten der Trauer oder Krankheit. Zeiten des Verlustes. Der Prophet Jesaja, der kennt dieses Gefühl auch. Aber er erhebt seine Stimme, um Hoffnung zu schenken. Er verweist auf ein großes Licht, das hell scheinen wird. Das die Dunkelheiten des Lebens durchbrechen wird. Dieses Licht, so führt er weiter aus, wird ein neugeborenes Kind sein:

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende.“
Wir feiern an Weihnachten die Geburt dieses Kindes. Des Kindes, das später von sich sagen wird:
Ich bin das Licht der Welt“

Licht für die Welt. Licht für mich. Dieses Licht wird auch siegen über die Finsternis des Todes. Licht in der Finsternis. Darauf hoffen wir – immer wieder neu. Das kann die Erfüllung unserer Wünsche und Träume sein. Licht in der Finsternis. Das kann aber auch sein, wenn ich die Nichterfüllung meiner Träume, meinen Verlust, mein verändertes Leben akzeptieren kann. Wenn dies nicht mehr mein Leben bestimmt und ich Zufriedenheit empfinde. Licht in der Finsternis. Das ist Aufgehobensein in der Liebe Gottes. Ich wünsche Ihnen dieses Licht!
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Pastorin Ines Heinke
 

Weihnachten wird dieses Jahr anders (von Sabine Tewes) - Das ist der Satz, den wir momentan von allen Seiten hören. Immer mit diesem leisen Bedauern und einer gewissen Traurigkeit in der Stimme. Ja, dieses Jahr wird Weihnachten anders sein. Aber, wenn wir ehrlich sind, ist Weihnachten nicht jedes Jahr anders? Wenn wir einmal zurückschauen auf unser Leben mit den vielen Weihnachtsfesten, die wir bisher erlebt haben: Das Weihnachten unserer Kindheit, wo wir noch an das Christkind geglaubt haben, das Weihnachten als Jugendlicher, wo unsere Familie uns vielleicht mehr genervt als erfreut hat, dann als junger Erwachsener, später mit den eigenen, kleinen Kindern, dann vielleicht ein Weihnachten, an dem wir mit einer heftigen Grippe im Bett lagen …Wenn wir zurückschauen, werden wir merken, dass vor allem die Weihnachtfeste in Erinnerung geblieben sind, die anders waren! Und alles, was wir erinnern, macht am Ende unser Leben aus! Am Ende wird unser Leben aus der Summe unserer Erinnerungen bestehen! Also, je mehr unterschiedliche Erfahrungen wir machen und erinnern, umso bunter und lebendiger wird uns am Ende unser Leben vorkommen.
Wie werden wir also dieses Weihnachten 2020 erinnern, wenn wir 2030 darauf zurückschauen? Werden wir Dinge erinnern, die damals nicht schön waren oder werden wir es schaffen, auf etwas Besonderes zurückzublicken, was uns in wirklich schöner Erinnerung geblieben ist?
Deshalb haben mein Mann und ich uns zusammengesetzt und uns genau darüber Gedanken gemacht. Das Ergebnis: Wir werden unseren geliebten Campingbus in den Garten stellen, weihnachtlich schmücken und Heiligabend mit unserem traditionellen Truthahn dort im Bus feiern. Damit wir 2030 nicht erzählen: „Weißt du noch, Heiligabend 2020, das war so traurig. Da haben wir ganz alleine an dem großen Esstisch im Wohnzimmer gesessen, weil unsere Familien uns nicht wie sonst besuchen konnten.“ Sondern wir werden erzählen: „Weißt du noch 2020, das war völlig verrückt, da haben wir zum ersten Mal in unserem Leben Weihnachten im Campingbus gefeiert - mit Truthahn, Kerzenlicht und Weihnachtsmusik. Das war so gemütlich, und der Blick auf das festlich beleuchtete Haus war so traumhaft schön!
Wenn wir uns 2030 treffen werden, was möchten Sie mir dann von Ihrem Weihnachten 2020 erzählen? Überlegen Sie doch einmal gemeinsam mit der Familie, wie Sie Weihnachten dieses Jahr trotz der Einschränkungen so feiern können, dass Sie sich später gerne daran erinnern! Dabei dürfen Sie neben den traditionellen Familienritualen durchaus auch etwas Neues ausprobieren!
Auf das zu schauen, was in diesem Jahr fehlt, ist leicht. Die Herausforderung wird sein, Weihnachten 2020 so besonders zu gestalten, dass es uns auch in positiver Erinnerung bleibt.
 

Es gibt doch den Weihnachtsmann (von Siegfried Steinhorst) – Wir haben vier Enkelkinder, bei denen ich den Weihnachtsmann spielte. Als der älteste Enkel vier Jahre alt war, wohnt in dem Nachbarhaus ein gleichaltriges Mädchen. Als nun Weihnachten nahte, sagt die Kleine immer „Es gibt keinen Weihnachtsmann, einen Weihnachtsmann gibt es nicht“. Unsere Tochter sagte zur Mutter: „Kommt doch zu uns rüber, zu uns kommt der Weihnachtsmann.“ Für mich war diese Zeit immer sehr stressig. Zum Weihnachtsgottesdienst um 16.30 Uhr gleich die Stiefel an und eine schwarze Hose als Knickerbocker. Den Bart, den Weihnachtsmannmantel in den Wagen und dazu die beiden Säcke mit den Geschenken. Dann in die Bürgerstraße und weiter nach Osternburg. Als ich mit dem Gedicht „Von draus vom Walde komm ich her“ ins Wohnzimmer trat, standen die drei Kinder in Reih und Glied nebeneinander. Zuerst wurden die beiden Jungen beschenkt. Dann schaute ich in dem großen Buch des Lebens nach, ob auch die Kleine artig gewesen ist. Oh, oh, oh, was muss ich hier lesen: „Du glaubst nicht an den Weihnachtsmann und sagt immer den Weihnachtsmann gibt es gar nicht.“ Und nun steht er leibhaftig vor dir. Sie sah mich nur stumm mi großen Augen an. Als ich dann in den Sack griff und ihr eine große Puppe überreichte, breitete sie die Arme mit der Puppe in der Hand, weit aus, kam mit zwei, drei Schritten auf mich zu, ich hockte mich hin sie gab dem Weihnachtsmann einen herzhaften Kuss auf den Wattebart.

Weihnachtsbräuche – Aus Wikipedia: „Das Weihnachtsbrauchtum in Deutschland, auch als Deutsche Weihnacht bezeichnet, beinhaltet tradierte Bestandteile des Weihnachtsfestes. Wie alles Brauchtum sind auch die Weihnachtsbräuche im Deutschland regional unterschiedlich ausgeprägt und in ständigem Wandel begriffen. Ausgangspunkt ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Im Brauchtum sind teilweise ältere, vorchristliche Winter- und Lichtbräuche hinzugetreten und mit christlichen Motiven verschmolzen. Der Festtag ist der 25. Dezember. Die Feierlichkeiten beginnen am Vorabend, dem Heiligen Abend, dem 24. Dezember. Je nach Konfession endet die Weihnachtszeit am 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), oder am darauffolgenden Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn. Heute bestimmen ursprünglich weihnachtliche Symbole, Lieder und Ausstattungsstücke jedoch bereits ab Ende November vielerorts das Straßenbild. Das weihnachtliche Brauchtum wurde in den Krippenspielen als besondere geistliche Schauspiele verchristlicht und seit dem 16. Jahrhundert in den Weihnachtskrippen dargestellt. Die szenischen Darstellungen sind erstmals im 11. Jahrhundert in Frankreich fassbar. Das heute im deutschsprachigen Raum übliche Weihnachtsfest in der Familie mit Weihnachtsbaum, Weihnachtsliedern, Krippe, Geschenken und einem Gottesdienstbesuch ist eine kulturelle Ausformung der Bürgerfamilie des 19. Jahrhunderts (Biedermeier). In der volkskundlichen und germanistischen Forschung wurde bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – unter anderem von den Brüdern Grimm – vermutet, es müsse sich um eine sehr alte Tradition handeln, und man versuchte, eine Kontinuität bis in das germanische Altertum zu konstruieren. So wurden die Weltenesche des germanischen Mythos oder der Mittwinterbaum als unmittelbare Vorläufer des Weihnachtsbaumes angesehen. Dies lag auch auf der Linie des Nationalsozialismus, der das Weihnachtsfest mit der germanischen und skandinavischen Jul-Tradition zu vermischen suchte. Die spezifische Ausprägung des Weihnachts- und Adventsbrauchtums in Mitteleuropa entstand zumeist in einer klimatisch von kaltem, dunklem Winter gekennzeichneten Zone. Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten in den Sommer, was zu anderen Bräuchen führt. Der immergrüne Tannenbaum hat dort keine entsprechende Symbolkraft.”
 

Ateliers Alte Brennerei öffnen morgen – am 3. Advent von 14 bis 18 Uhr. Der geplante Feuertanz mit Julia Ritterhoff und Partnern fällt aus. Es gibt aber wieder Pralinen von/mit Bernd Theilmann.
Um 15 Uhr Führung Hilbershof mit Hans-Gerd Hilbers. Es gelten die allgemeinen Corona-Vorschriften und das Hygiene-Konzept der Alten Brennerei.

Vokalklänge am Mittag mit Dorothee Stübe – „Unsere Kräuterexpertin“ Dorothee Stübe startet ihr neues Gesangsprojekt. Am Montag, 14.12., von 12.00 bis 12.20 Uhr in der Forumskirche Peterstraße gibt es „Vokalklänge Mittag“, ein improvisierter Sologesang, der die Menschen ein bisschen zur Ruhe und zur inneren Einkehr einladen möchte. Die Veranstaltung ist kostenfrei, wer mag, kann spenden.

Bereits heute der Hinweis: - Unsere Etzhorner Restaurants Etzhorner Krug, Kali Ora und Patentkrug haben am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag tagsüber geöffnet. Die Homepage vom Patentkrug hebt sich dabei durch eine besondere Professionalität (Onlinebestellung) hervor. Nächsten Samstag weitere Hinweise! Auch für Silvester/Neujahr sind Angebote geplant, wir werden uns erkundigen und an dieser Stelle berichten. Auf jeden Fall: bei Interesse rechtzeitig bestellen!
 

Rezept 3. Advent

Achtung! Nächsten Samstag, an dieser Stelle den Hinweis beachten:
24. Dezember – 20 Uhr – Kerze – Text „O du Fröhliche.

Und schließlich am nächsten Samstag, 19. Dezember, „Gedanken zum 4. Advent“ mit Beiträgen unserer Pastorin Ines Heinke, Weihnachten in den 70er Jahren im Ruhrgebiet von Andreas Tewes, nachdenkliche Gedanken von Regine Alegiani, „Danke liebe Muddi“ von Gustav Backhuß-Büsing, ein „himmlischer Hit“ von Bryan Adams sowie Keksrezept Vanillekipferl. Gute Unterhaltung.

Gustav Backhuß-Büsing, Etzhorn, 12. Dezember 2020

 

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